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FCE produziert Strom und Wärme

12.01.2017

Das neue Hauptgebäude im Erzgebirgsstadion Aue wird mit einem modernen Blockheizkraftwerk ausgestattet. Das schont die Umwelt - und auch den Geldbeutel.

Von Ralf Wendland (erschienen am 24.12.2016)


Stephan Nötzold, Stephan Kastner, Franz Lorenz, Hartmut Scheibner, Gordon Zenke und Klaus Meschwitz (von links) sowie Fan und Firmenchef Frank Lorenz (vorn) verfolgten die Anlieferung des BHKW.
Foto: Ralf Wendland

Aue. Im Bereich des neuen Hauptgebäudes im Erzgebirgsstadion in Aue wird ein Blockheizkraftwerk (BHKW) eingebaut. Die Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage dient der Gewinnung von elektrischer Energie und Wärme. Beides sollte idealerweise am Ort des Verbrauchs erzeugt werden - was im Stadion der Zweitliga-Kicker des FCE der Fall ist.

Vorteil: Die Primärenergie, in diesem Fall Gas, wird sehr effektiv genutzt. Angeliefert hat das gut eine Tonne schwere Teil die Sächsische Haustechnik Edki KG auf einem Laster mit Kran. Peter Wohlfarth aus der Fachabteilung Heizung sagt: "Man hat den Charme, Strom vor Ort zu erzeugen. Sicherlich sind die 50 Kilowatt für das Stadion im Verhältnis gesehen relativ wenig. Aber man hat den Nutznießer-Effekt." So spare man jede Kilowattstunde, die man nicht aus dem Netz holen muss. Gordon Zenke von der Firma Inros Lackner hebt einen weiteren Vorteil hervor. "Man produziert mittels klassischen Gas- und Öl-Brennwertkesseln, wie sie im Stadion bereits im Einsatz sind, auch Wärme. Der Rest geht über den Schornstein weg. Beim BHKW nutzt man mehr vom Brennstoff, stellt zusätzlich Energie her", so der Bauüberwacher.

Das BHKW werde ins Gesamtsystem des Ovals eingebunden. "Wir fahren damit im Bereich Heizung und Warmwasserbereitung die Grundlast vom Gebäude, 100 KW thermisch", so Zenke. Um das Gebäude komplett zu betreiben, reichen die 100 KW nicht. Denn nötig sind 600 KW, die ergänzend mit klassischen Mitteln abgedeckt werden. Der Strom, die Kraft-Wärme-Kopplung, sei das Nachhaltige und somit ein Teil grüne Energie. Zenke: "Der Strom wird für die Wäscherei, die Küche und andere Bereiche im Hauptgebäude genutzt. Was übrig bleibt, wird rückgespeist."

Frank Lorenz, Geschäftsführer und Meister der HSK Frank Lorenz GmbH, ist nicht mit seiner Firma nur im Bereich Heizung- und Sanitärtechnik eingebunden. Der Treuener ist seit 1974 auch Fan des FC Erzgebirge Aue. "Die Zusammengehörigkeit macht die Stärke des Vereins aus", sagt er und freut sich, den Baufortschritt beobachten zu können. "Es ist bewegend, wenn man auf einer neuen Tribüne steht." Früher sei er mit dem Moped zu den Spielen nach Aue gefahren. Jetzt ist Lorenz unter anderem bei der Installation des BHKW mit im Einsatz.

Die Kosten für die Anlage belaufen sich auf rund 80.000 Euro. Im Februar soll sie in Betrieb gehen. Gordon Zenke geht davon aus, dass das BHKW eine hohe Lebensdauer erreichen wird: "Nimmt man die Vollbetriebsstunden her, kann man von 7000 Stunden im Jahr ausgehen. Umgemünzt auf ein Auto sind das 200.000 Kilometer. Dann ist beim BHKW gerade mal die erste Wartung fällig."

Quelle: Chemnitzer Verlag und Druck GmbH / Freie Presse Chemnitz